31. jahre kellerrestaurant
Unweit der Friedrichstraße, neben dem
berühmten Dorotheenstätischen
Friedhof, befindet sich in der
Chausseestraße 125 das Brecht-Haus-
Berlin.
Im Jahr 1978, zum 80. Geburtstag von
Bertolt Brecht, wurde das Haus, in dem
sich der letzte Wohnsitz der Familie Brecht befand, als Museum,
Archiv und Veranstaltungsort ausgebaut.
Im Zuge dieses Umbaus entstand im Hauskeller des
Vorderhauses das Kellerrestaurant. Die Inneneinrichtung mit
Theatermobiliar, Bühnenscheinwerfern, originalen
Dekorationsteilen, Bühnenbildmodellen von
Brechtinszenierungen und Fotos aus den Familienalben stammt
aus den Theaterwerkstätten und dem Fundus des Berliner
Ensembles.
Die Küche des Kellerrestaurant ist den vielgelobten Kochkünsten
der Helene Weigel verpflichtet, die sich neben ihren Tätigkeiten
als Schauspielerin und Theaterleiterin stets mit viel Kreativität
und Improvisationstalent um das leibliche Wohl Brechts und der
gesamten Mannschaft sorgte. Die Wienerin verband dabei
beliebte Spezialitäten ihrer und Brechts Herkunftsregion mit
kulinarischen Einflüssen der Exilländer zu einer
unverwechselbaren Mischung, die in ihrem handschriftlichen
überlieferten Kochbuch dokumentiert ist.
Die umfangreiche Weinkarte des Kellerrestaurants lässt keinen
Wunsch offen, Berliner Biere kommen frisch vom Fass. Die
Speisekarte liegt für die vielen internationalen Gäste in
verschiedenen Sprachen vor(Italienisch, Spanisch, Russisch,
Engl).
Das Kellerrestaurant verfügt über 40 Plätze im großen Gastraum
und einen separaten Raum mit ca. 15 Plätzen an einem großen
Tisch im unteren Gewölbe.
Wer nur ein Getränk zu sich nehmen möchte, kann dieses in
unserer bequemen Lounge
in Ruhe genießen.
Geschlossene Gesellschaften sind mit bis zu 60 Personen
möglich. Menüvorschläge unterbreiten wir ihnen hier auf der
Homepage!
Im Sommer öffnet sich dem Gast ein lauschiger Innenhof, wo
aus dem Angebot des Restaurants gemütlich zu Abend
gegessen werden kann.
Biografie Brecht
1898-1956
Bertolt Brecht
Schriftsteller
1898
10. Februar: Bertolt (eigtl. Eugen Berthold Friedrich) Brecht wird als Sohn des
kaufmännischen Angestellten Berthold Brecht und dessen Frau Sophie (geb.
Brezing) in Augsburg geboren.
1916
Bekanntschaft mit Paula Banholzer.
1917
Notabitur im Ersten Weltkrieg.
Immatrikulation an der Universität München für Medizin und
Naturwissenschaften. Brecht nimmt dieses Studium allerdings nie ernsthaft
auf, da er in erster Linie literarisch arbeiten will.
1918
1. Oktober: Brecht wird als Lazarettsoldat eingezogen.
November: Mitglied des Augsburger Arbeiter- und Soldatenrates.
1919
30. Juli: Geburt von Brechts und Banholzers Sohn.
1922
29. September: Uraufführung seines kritisch-engagierten, linksorientierten
Stücks "Trommeln in der Nacht" in München.
Die Buchausgabe seines ersten Dramas "Baal" erscheint. Es liegt bereits seit
zwei Jahren vor, wurde jedoch vom Verlag nicht gedruckt, da ein Verbot
befürchtet wurde.
3. November: Heirat mit der Opernsängerin Marianne Zoff. Aus der Ehe geht
eine Tochter hervor.
Bei der Premiere von "Trommeln in der Nacht" in Berlin lernt Brecht Helene
Weigel kennen.
1924
Er siedelt nach Berlin über, wo er zusammen mit Carl Zuckmayer als
Dramaturg für Max Reinhardt am Deutschen Theater tätig ist.
ab 1926
In sogenannten Lehrstücken erläutert er auf Grundlage des Marxismus
gesellschaftliche Mißstände. Obwohl er mit den revolutionären Zielen der
Kommunisten sympathisiert, wird er nie Mitglied der Kommunistischen Partei
Deutschlands (KPD).
3. November: Geburt des Sohns von Brecht und Weigel.
1927
Mitarbeit am Theater Erwin Piscators.
Scheidung von seiner Frau.
1928
Gemeinsam mit Kurt Weill Bearbeitung der "Beggar's Opera". Völlige
Umgestaltung des Stücks, das als "Dreigroschenoper" im Theater am
Schiffbauerdamm in Berlin mit großem Erfolg uraufgeführt wird. Die
"Dreigroschenoper" kann als erstes Stück des sogenannten epischen Theaters
angesehen werden. Brecht strebt nicht mehr die Identifikation der Zuschauer
mit seinen Heldinnen und Helden an, sondern eine kritische Distanz, die er
durch Verfremdung erzielen will.
1929
10. April: Heirat mit Weigel, mit der er ein weiteres Kind hat.
1930
Die Uraufführung der Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" in Leipzig
endet als Theaterskandal.
28. Oktober: Geburt der Tochter.
1931
Uraufführung des Films "Die Dreigroschenoper".
Arbeit am Drehbuch zu dem Film "Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?",
der die Probleme des Proletariats zeigt.
1932
31. März: Die Filmprüfstelle in Berlin verbietet den Film "Kuhle Wampe" wegen
kommunistischer Agitation.
30. Mai: Nach großem öffentlichem Protest wird der Film in einer entschärften
Fassung uraufgeführt.
1933
28. Februar: Einen Tag nach dem Reichstagsbrand verläßt Brecht mit seiner
Familie Deutschland und begibt sich über Prag nach Wien, in die Schweiz und
schließlich nach Dänemark.
Während des Exils entstehen viele seiner Gedichte, die fast ausschließlich
dem antifaschistischen Kampf gewidmet sind. Er arbeitet dabei eng mit Walter
Benjamin und Hanns Eisler zusammen.
1935
Brecht wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.
Juni: Teilnahme am Ersten Internationalen Schriftstellerkongreß in Paris.
1937
16. Oktober: "Die Gewehre der Frau Carrar" wird in Paris mit Weigel als Carrar
uraufgeführt.
1939
Mitarbeit an der Übersetzung der Erinnerungen von Martin Andersen Nexö
(1869-1954).
Mai: Wegen der Kriegsgefahr Übersiedlung nach Schweden.
1940
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark und Norwegen
Übersiedlung nach Finnland.
1941
Im finnischen Exil entsteht das Parabelstück "Der aufhaltsame Aufstieg des
Arturo Ui", zu dem ihn Eindrücke auf seiner USA-Reise 1935/36 inspirierten.
19. April: Uraufführung von "Mutter Courage und ihre Kinder" in Zürich mit
Therese Giehse in der Hauptrolle.
Übersiedlung in die USA.
1943
In New York trifft Brecht mit vielen emigrierten Intellektuellen zusammen.
Er wird Mitglied beim "Council for a Democratic Germany".
Brechts und Banholzers Sohn fällt als deutscher Soldat an der Ostfront.
1945
Nach Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ändert Brecht
die Konzeption für "Galileo Galilei". In der ersten, dänischen Fassung stellte
Galilei den unabhängigen Wissenschaftler dar. In der zweiten, amerikanischen
Fassung wird sein Forschertum durch politisches Versagen zu einem
rücksichtslosen Laster, das nur den Machthabern dient. In der dritten, Berliner
Fassung (1956) beklagt Galilei seine Verantwortungslosigkeit.
1947
Aufführung von "Galileo Galilei" in Beverly Hills.
Vorladung vor das Komitee für unamerikanische Tätigkeit in Washington.
Sofort danach Abreise aus den USA in die Schweiz.
1949
11. Januar: Premiere einer überarbeiteten Version von "Mutter Courage und
ihre Kinder" in Berlin mit Helene Weigel als Courage.
Brecht engagiert Schauspieler für ein eigenes Ensemble, mit dessen
Gründung Weigel beauftragt wurde.
Übersiedlung nach Ost-Berlin.
12. November: Das "Berliner Ensemble" stellt sich mit "Herr Puntila und sein
Knecht Matti" erstmals der Öffentlichkeit vor. Brecht leitet als Erster Spielleiter
des Theaters die künstlerische Arbeit.
1950
Brecht nimmt an der Gründungsveranstaltung der Deutschen Akademie der
Künste teil, deren Vizepräsident er 1954 wird.
1951
7. Oktober: Brecht wird mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.
1953
Mai: Brecht wird von der 5. Generalversammlung des PEN-Zentrums Ost und
West zum Präsidenten gewählt.
17. Juni: Wie viele Intellektuelle der DDR befürwortet Brecht zunächst das
restriktive Vorgehen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)
gegen die Demonstranten. Kurz darauf distanziert er sich in seinen "Buckower
Elegien" von der Partei.
1954
Umzug des "Berliner Ensembles" in das Theater am Schiffbauerdamm.
18. Dezember: Verleihung des "Stalin-Preises für Frieden und Verständigung
zwischen den Völkern".
1955
Brecht spricht auf der Tagung des Deutschen Friedensrats in Dresden. Er
übergibt ihm eine Petition mit über 175.000 Unterschriften gegen die Pariser
Verträge, die die Aufnahme der BRD in das westliche Verteidigungsbündnis
North Atlantic Treaty Organization (NATO) vorsehen.
1956
Teilnahme am VI. Deutschen Schriftstellerkongreß.
14. August: Bertolt Brecht stirbt an den Folgen eines Herzinfarkts.
(lw/ka)
quelle:http://www.clio-
online.de/Default.aspx?TabID=40208049&mid=10390&ItemID=17625&txt=&ord=title+asc&sbl
=AND&idx=0&f=&cp=1&returnTabID=40208049
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BrechtBertolt/
gemeinsam mit brecht
erst ein rundgang durch die wohnräume
von brecht und weigel –
dann bei einem guten glas wein die
küche der helene weigel im brechtkeller
versuchen
und anschließend ins literaturforum ,
theater, oper, varieté